B. Belgische Minen: III. Beschreibung der Minen, Panzerabwehrmine Muster HB. Belgische Minen: III. Beschreibung, Belgische Straßenmine mit elektrischer oder Leitfeuerzündung für ständig bewachte SperrstellenInhaltsverzeichnis
Merkblatt über fremde Panzerabwehr-Minen
B. Belgische Minen
II. Beschreibung der Minen

Panzerabwehrmine Muster BSB.

Bild 18.

Die Mine ist ein würfelförmiger Kasten aus Stahlblech mit Deckel. Sie ist mit zwei Siche-rungen versehen.

Der Kasten nimmt die Ladung (rund 5,7 kg) und Zündungseinrichtung auf.
Zur Zündungseinrichtung gehören:
a) die Zündung,
b) die Zündvorrichtung (Auslöse- und Schlagvorrichtung),
c) die Sicherungen.
1. Die Zündung.
(Bild 18).

Sie besteht aus dem Zündhütchenträger (15) mit Führung für die Schlagbolzenspitze, dem Zündhütchen und der Sprengkaspel (14).

Die Sprengkapsel ist von einer Anfangsladung aus TNT umgeben. Die gesamte Zündung wird mit dem Verschlußstöpsel und der Filplatte (13) gegen den Aufsatzsockel (11) fest-gedrückt.

2. Die Zündvorrichtung.

(Auslöse- und Schlagvorrichtung.)

a)

Die Auslösevorrichtung besteht aus dem Schaft mit Schaftkopf und Bügel (1 bis 3), der Schaftführung (2a) und der Druckfeder (4) (Spiralfeder).

 

Der Schaft gleitet in der Schaftführung. Diese ist im Aufsatzsockel (11) des Kasten-bodens befestigt. Der Schaft bildet am unteren Ende einen Bügel (3) für den Schlagbolzen (9). Um den Schaft legt sich die Druckfeder (Spiralfeder). Sie stützt sich mit dem einen Ende gegen den Aufsatzsockel des Kastenbodens, mit dem an-deren Ende gegen den auf dem Schaft befindlichen Schaftkopf. Schaft, Führung und Feder liegen in einem Blechzylinder, der in der Mitte des Minenkastens steht.

b)

Die Schlagvorrichtung besteht aus dem Schlagbolzen (9), der Schlagbolzenröhre (10) und der Schlagbolzenfeder (8).

Das Schlagbolzengehäuse ist durch den Einführungsstöpsel (7) mit Verschlußkappe abge-schlossen. In ihm befindet sich die Schlagbolzenführung (9a), sie ist auf dem hinteren Ende des Schlagbolzens aufgezogen.

Der Schlagbolzen stützt sich mit seiner Fußplatte (12) gegen den Bügel des Schaftes. Ist die Schlagbolzensicherung abgeschraubt und wird die Feder der Auslösungsvorrichtung zusammengedrückt, senkt sich gleichzeitig der Schaft. Die Fußplatte des Schlagbolzens kann sich nicht mehr auf den Bügel des Schaftes stützen, der Schlagbolzen wird frei und wird von der Schlagbolzenfeder durch den Bügel auf das Zündhütchen des Zündungsträ-gers geschnellt, die Mine wird gezündet.

3. Die Sicherungen.

a. Die Deckelsicherung (5). Sie besteht aus dem versenkt im Deckel gelagerten Hebel, der auf der anderen Seite der Hebelachse in eine Nocke endet (5a).

Steht der Griff der Deckelsicherung auf »Sicher«, dann legt sich die Nocke gegen die Oberfläche der Blechhülle, verhindert ein Herunterdrücken des Deckels und damit die Be-tätigung der Mine.

b. Die Schlagbolzensicherung (6). Die auf das obere Ende des Schlagbolzens aufge-chraubte Mutter legt sich gegen den Einführungsstöpsel. Diese Sicherung verhindert ein Vorschnellen des Schlagbolzen.

Mit Hilfe dieser Mutter kann man sich jederzeit davon überzeugen, ob sich der Schlagbol-zen mit seiner Fußplatte noch gegen den unteren Teil des Bügels des Schaftes stützt, d.h. die Auslösevorrichtung schon betätigt wurde und den Schlagbolzen freigegeben hat oder nicht.

Wenn sich beim Abschrauben der Mutter diese beständig gegen den Stöpsel drückt, dann ist dies ein Zeichen, daß sich der Schlagbolzen durch die Schlagbolzenfeder nach vor-wärts bewegt.

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