A. Französische Minen: IV. Vorgang bei BelastungB. Belgische Minen: II. VerwendungsartenInhaltsverzeichnis
Merkblatt über fremde Panzerabwehr-Minen
B. Belgische Minen
I. Allgemeines

1. Zur Zeit der Brarbeitung liegen die belgischen Minen selbst nicht vor. Die Angaben und Bilder sind belgischen Vorschriften und Zeichnungen entnommen.

2. Es sind zwei Muster von Panzerabwehrminen bekannt: Mine Typ H und Typ BSB.

Bei Minen ähneln einander im Aussehen und in der Wirkungsweise. Sie werden ähnlich wie die französischen bei Befahren durch Druck gezündet.

Sie finden gegen Fahrzeuge und Panzerkampfwagen Verwendung und werden als Stras-sensperren und im Gelände als Minenfelder verlegt.

Die Minen sind würfelförmige Kästen aus Stahlblech, khakifarben angestrichen und mit 2 Handgriffen versehen. Im Inneren befinden sich die Ladung (rund 5 kg) und die Zündvor-richtung.

Nach der belgischen Vorschrift können diese Minen durch Infanterie überschritten wer-den. Nach bisherigen Feststellungen liegt der Betätigungsdruck der Minen über dem der deutschen T-Minen und etwas unter dem der französischen. Sie sind nach belgischen An-gaben gegen Artilleriebeschuß empfindlich und sollen deshalb, wenn angängig, am Hinter-hang verlegt werden.

Soll Fahrzeugverkehr durch Minensperren stattfinden, so werden hierfür Gassen geschaf-fen.

Nebenzünder für die Minen wurden bisher nicht festgestellt. Die Minen können an sich, wenn der »Sicherungshebel« der »Deckelsicherung« auf »Sicher« (surtée) steht, ohne weiteres aufgenommen werden (siehe Beschreibung der Minen, Sicherungen).