B. Belgische Minen: II. VerwendungsartenB. Belgische Minen: III. Beschreibung der Minen, Panzerabwehrmine BSBInhaltsverzeichnis
Merkblatt über fremde Panzerabwehr-Minen
B. Belgische Minen
III. Beschreibung der Minen

Panzerabwehrmine Muster H.

Bild 17.

Die Mine besteht aus einem eisernen Kasten mit Deckel in Würfelform. Sie ist mit drei Si-cherungen versehen.

Der Kasten (mit zwei Handgriffen) nimmt die Ladung und die Zündeinrichtung auf.
Zur Zündung gehören:
a. Die Anfangsladung mit Zündhütchen,
b. die Zündvorrichtung (Auslöse- und Schlagvorrichtung),

c. die Sicherungen (Vorrichtung zum Scharfmachen).

1. Die Zündung.
(Bild 17).

Auf dem Boden des Kastens befindet sich der Sockel, auf dem der Zündhütchenhalter (11), in dessen Mitte das Zündhütchen mit der Sprengkapselführung (12) eingesetzt ist.

Die in einer Anfangsladung aus TNT eingebrachte übliche Sprengkapsel wird durch ein im Kastenboden befindliches Loch in den Sockel (13) eingeführt und durch den Verschuß-stöpsel verschlossen. Zwischen Stöpsel und Anfangsladung liegt ein kleine Filzplatte (15), die diesen in seiner Lage festhält.

2. Die Zündvorrichtung.

Sie besteht aus dem Schlagbolzen (7), dem durch einen Deckel verschlossenen Schlag-bolzengehäuse (6), das mit dem Stöpsel des Aufsatzsockels verschraubt ist, der Druck-feder (8), der Schlagbolzenfeder (17), der Schlagbolzenführung (16) und dem Scherstift (9).

Das Schlagbolzengehäuse ist an seinem oberen Ende durch einen Gehäusedeckel (5) ver-schlossen. In der Mitte des Deckels befindet sich ein Loch für die Schlagbolzenschraube (3) und an der Seite eine Rille für den Sicherungshebel der Deckelsicherung (2, 2a).

Auf dem Schlagbolzenschaft sitzt die Schlagbolzenhaube. Beim Abscheren des Scherstif-tes schlägt der Schlagbolzen in das Zündhütchen. Schlagbolzenschaft und Schlagbolzen-haube sind durch die Schlagbolzen-Sicherungsschraube verbunden (18). Die Schlagbol-zenhaube ist in Querrichtung für das Lager des Vorsteckers (4) durchbohrt.

Der Schlagbolzen gleitet in eine Bohrung des Schlagbolzenführungsstückes (16). Diese ist am Schlagbolzengehäuse befestigt.

Der Scherstift (9) hält den Schlagbolzen im Schlagbolzengehäuse fest, er wird bei Befah-ren durch Druck, der die Druckfeder überwindet, abgeschert. Dadurch gibt er den Schlag-bolzen frei. Dieser wird durch die Schlagbolzenfeder, die sich zwischen Schlagbolzenfüh-rungsstück und Schlagbolzenkopf befindet, vorgeschnellt, die Mine wird gezündet.

3. Die Sicherungen.
Die Mine H besitzt 3 Sicherungen:
a) die Deckelsicherung,
b) die Schlagbolzensicherung,
c) die Vorsteckersicherung mit Sicherungskappe.
4. Die Deckelsicherung.

Sie besteht aus dem versenkt im Deckel gelagerten Hebel, der auf der anderen Seite der Hebelachse in eine Nocke endet.

Steht der Hebel auf »Sicher« (surtée), dann greift diese Nocke in die Rille des Gehäuse-deckels des Schlagbolzengehäuses ein und verhindert dadurch ein Herunterdrücken des Deckels und damit die Betätigung der Mine.

5. Die Schlagbolzen-Sicherung.

Die Sicherungsschraube für den Schlagbolzen verbindet den Schlagbolzenschaft mit der Schlagbolzenhaube.

Sie macht es möglich, zu erkennen, ob der Scherstift den Schlagbolzen noch festhält oder nicht, zeigt also an, wenn der Scherstift abgeschert ist.

Läßt sich beim Zurückschrauben der Sicherungsschraube diese nur schwer betätigen, so besagt dies, daß der Scherstift abgeschert ist und bei Entfernen der Sicherung die Mine gezündet wird.

6. Der Vorstecker.

Der Vorstecker geht quer durch die Sicherungskappe und die Schlagbolzenhaube. Bei ent-sicherten Minen steht die Deckelsicherung auf »Feuer«. Die Schlagbolzensicherung ist ausgeschraubt. Der Vorstecker und die Sicherungskappe entfernt.

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