IV. Schützenminensperren: Behelfs-SchützenminenVI. Räumen von MinensperrenInhaltsverzeichnis
Merkblatt - Minensperren im Winter
V. Alarmleuchtzeichen und -minen

101. Um die Truppe bei feindlichem Angriff frühzeitig zu alarmieren oder die Bewegung von Spähtrupps im Vorgelände anzuzeigen, kann in den langen Winternächten in größe-rem Umfang von Alarmleuchtzeichen Gebrauch gemacht werden, die gleichzeitig zur Be-leuchtung des Vorfeldes dienen; auch können Alarmminen eingesetzt werden. Sie sind an besonders gefährdeten Stellen, an denen erfahrungsgemäß feindliche Spähtrupps sich an die eigene Stellung heranarbeiten, und an nicht einzusehenden Geländepunkten einzuset-zen.

102. Außer dem in der Vorschrift D 1401 "Merkblatt zum Alarmleuchtzeichen" beschriebe-nen planmäßigen Alarmleuchtzeichen werden solche von der Truppe behelfsmäßig aus Leuchtpatronen und Zugzündern hergestellt.

Beispiel (Bild 45): Der Unterteil des Zugzünders 42 ist abgeschraubt, so daß der Schlag-bolzen frei auf das Zündhütchen der Leuchtpatrone wirken kann. Nach Auslösen der Leuchtpatrone kann die Vorrichtung wiederverwendet werden, dazu wird sie zweckmäßig an einer anderen Stelle eingebaut.

Bild 45
Behelfsmäßiges Alarmleuchtzeichen

Alarmleuchtzeichen können auch in Verbindung mit Behelfsminen als Drahtminen so einge-baut werden, daß sie entweder durch Gegenlaufen oder durch Zerschneiden der Zugdräh-te ausgelöst werden (Bild 46).

Bild 46
Einbau von Sprengladung und Alarmleuchtzeichen (Beispiel)

103. Durch Anbringen von Richtungsmarken in der Stellung ist die Lage der Alarmleucht-zeichen festzulegen, damit die schweren Waffen auch nach Erlöschen die gefährdeten Stellen unter Feuer nehmen können.

104. Die Koppelung der Alarmeinrichtungen mit Scheinwerfern ist zweckmässig. Ihr Einbau erfolgt möglichst flankierend, um sie dem direkten Beschuß zu entziehen. Das Anbringen von Richtungsmarken ist auch hierbei zweckmäßig, um ein schnelles Zielansprechen zu ermöglichen. Zusammenfassung mehrerer Scheinwerfer zur Vereinigung der Leuchtwirkung auf gemeinsame Ziele und Zusammenarbeit mit schweren Waffen ist vorzubereiten. Der Feind kann durch geschickte Bedienung von Scheinwerfern auch geblendet werden.

105. Alarmminen sind in der Regel Drahtminen aus Heeres- oder Behelfsminen und werden wie diese verlegt. Sie erfüllen ihren Zweck nur, wenn die Zugdrähte der Minen sehr gut getarnt sind und die Alarmminen immer wieder an anderen Stellen eingebaut werden. Sie haben neben ihrer Aufgabe, die eigene Truppe zu alarmieren, den Zweck, dem Feinde Verluste zuzufügen und ihn unsicher zu machen.

106. Stehen Pi.Horchzüge zur Verfügung, so können diese mit ihrer besonderen Ausrüs-tung das Vorfeld überwachen und bei Feindannäherung einzelne Beobachtungsminen zum Zerknall bringen (Merkblatt 15/5 geh. "Sperrenhorchgerät").

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