II. Vorbereitete Minen: H. Flascheneismine (Fl.-Eis-Mi.)III. Behelfsminen: A. AllgemeinesInhaltsverzeichnis
Merkblatt - Minensperren im Winter
II. Vorbereitete Minen
H. Flascheneismine (Fl.-Eis-Mi.)

5. Verpackung.

66. Die Eisminen mit allem Zubehör sind in einem Packkasten verpackt (Bild 29).

Bild 29.
Packkasten für Eisminen.

Packkasten enthält:
15 Stück Flaschen mit Verschlußkappen und Holzstopfen,
3 " Reserveverschlußkappen mit Gummidichtungsring,
3 " Verschlußkappen für Glühzünder 28 mit Gummidichtungsring,
15 " Zünder,
20 " Gummidichtungen in Ring- oder Haubenform,
75

m

Bindedraht, 1,5 mm Durchmesser,
16 Stück Holzleisten,
2 Stangen Kabelwachs,
1

Rolle

Isolierband,
15

Stück

Sprengkapseln Nr. 8,
3

Stück

Glühzünder 28.
In jedem 30. Packkasten ist eine Würgezange enthalten.
Gesamtgewicht des Packkastens: Rund 60 kg.

6. Sicherheitsbestimmungen.

67. Scharfe Eisminen sind nur im zugehörigen Packkasten zu befördern.

68. Beim Versenken von zwei Eisminen in einem Loch (52 und 64) sind diese mit Isolier-band zu verbinden.

69. Bei scharfen Eisminen ist jeder Stoß auf die Verschlußkappe zu vermeiden. Beim Räu-men von Eisminensperren sind Eisminen vorsichtig aufzunehmen, wobei jedes Anstoßen gegen das Eis zu vermeiden ist. Stoß gegen die Verschlußkappe kann Zerknall der Eismine und durch Zündübertragung Zerknall der Eisminensperre herbeiführen.

70. Der Sicherheitsabstand für das Zünden bei ungedeckter Zündstelle beträgt mindes-tens 200 m.

71. Eisminen, deren Glasflaschen beschädigt oder gesprungen sind oder deren Spreng-stoff suppig geworden ist, sind unter Beobachtung der notwendigen Sicherheitsmaßnah-men zu vernichten.

72. Der Sprengstoff (Gelantine-Donarit, ein plastischer Sprengstoff) darf nicht länger als zwei Jahre gelagert werden. Nach Ablauf dieser Lagerdauer ist er zu vernichten.

73. Die Minen sind trocken und geschützt in geschlossenen Räumen, Innentemperatur nicht unter –20° C, zu lagern. Bei niedrigerer Temperatur als –20° C kann der Sprengstoff erstarren. Bei kurzandauernder Kälteeinwirkung etwa 2–3 Stunden bis zu –50° C kommt der Sprengstoff im allgemeinen nicht zum Erstarren.

74. Gefrorenes Gelantine-Donarit darf weder mechanischen Beanspruchungen noch Tem-peraturen über + 50° C ausgesetzt werden.

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