Panzerabwehrmine Mk IIISprengbüchseInhaltsverzeichnis
Gebrauchsanleitung für englisches Gerät, Heft 3 - Minen
S-Mine1)

Bild 1

Schnitt durch die engl. S-Mine

Erläuterungen

1. Sicherungssplint 9. Hebel des Springzünders
2. Zugschieber 10. Befestigungsschrauben
3. Schlagbolzen des Zugzünders 11. Überwurfmutter des Sprengzünders
4. Treibladung (umgearbeitete Gewehrpatrone 12.
13.
Schlagbolzen des Sprengzünder
Zündhütchen des Sprengzünders
5. Sprengstoffbehälter 14. Sprengkapsel des Springzünders
6. Sicherungssplint des Springzünders 15. Sprengstoffladung
7. Ausstoßtopf aus Gußeisen 16. Zugzünder
8. Springzünder 17. Schlagbolzenfeder des Springzünders
A. Beschreibung

Kennzeichen
Runde Büchse, gelb gestrichen, oben roten, unten grünen Ring. Über der Behälternaht grüner senkrechter Streifen von roten bis grünen Ring
Gewicht
Gesamtgewicht    5,5 kg
Sprengstoffmenge 0,225 kg
Abmessungen
     Ø etwa 100
Höhe etwa 140 mm ohne Zünder
Höhe etwa 210 mm mit Zünder

Sprengstoff
Ammonsalpeter Tri 80/20
Zünder
1 Zugzünder 16 zum Zünden der Treibladung
1 Sprengzünder 8 zur Zündung der Mine
Sicherung
Beide Zünder sind durch je einen Siche-rungssplint gesichert.

B. Handhabung

Einbau und Wirkungsweise

Die Mine wird so tief in den Boden eingelassen, daß nur der Zugzünder mit seinem oberen Teil aus der Tarnung herausragt.

Vor dem Tarnen werden die Sicherungssplinte aus beiden Zündern herausgezogen.

Betätigung erfolgt durch Sperr- oder Stolperdrähte, Fußschlingen oder dergl., die den Zugschieber 2 abziehen, so daß der Schlagbolzen 3 die Treibladungspatrone 4 (umgear-beitete Gewehrpatrone) zünden kann. Der Sprengstoffbehälter 5 wird ohne Verzögerung aus dem Ausstoßtopf 7 herausgeschossen. Die beiden Befestigungsschrauben 10 reißen dabei ab. Beim Verlassen des Außstoßtopfes wird der Hebel 9 des Springzünders 8, der in einer Ausfräsung des Außstoßtopfes gehalten wurde, frei, kippt unter dem Zug des Schlagbolzens 12 bzw. dem Druck der Schlagbolzenfeder 17 über und gibt seinerseits den Schlagbolzen 12 frei, der über Zündhütchen 13 und Sprengkapsel 14 den Sprengstoff 15 zündet. Nach Angaben der Truppe zerknallt die Mine etwa 1,5–1,7 m über dem Boden. Die Verzögerung wird nur durch die Trägheit der Zündeinrichtung erreicht. Beim Zerknallen wird der gußeiserne Mantel des Sprengstoffbehälters in kleinste Teile zerrissen.

Aufnehmen der Minen und Vorsichtsmaßnahmen

Beim Suchen ist auf Stolperdrähte, Fußschlingen und dergl. zu achten. Gefundene Drähte sind vorsichtig zu durchschneiden.

Dann werden die beiden Zünder vorsichtig freigelegt und durch Splinte, Nägel oder Draht von 1,5–2 mm Ø gesichert. Der gesicherte Zugzünder wird herausgeschraubt, die Mine aus dem Boden genommen und auf den Kopf gestellt, damit die Treibladungspatrone 4 herausfällt (weiche Unterlage). Nach Lösen der Überwurfmutter 11 (Rechtsgewinde) wird dann Springzünder 8 herausgenommen und die Mine nochmals auf den Kopf gestellt, so daß die Sprengkapsel 14 mit dem Zündhütchen 13 herausfällt (weiche Unterlage).

Die Mine ist dann gefahrlos.

Fällt die Sprengkapsel nicht heraus, so ist die Mine als Blindgänger zu bezeichnen (Fähnchen oder Merkzeichen). Die Mine ist dann durch Fachpersonal (Pioniere oder Feu-erwerker) zu sprengen.

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