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| Merkblatt über fremde Panzerabwehr-Minen |
| B. Belgische Minen |
| IV. Suchen und Aufnehmen von Minen H und BSB |
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Das Suchen geschieht mit dem Minenspüreisen. Von Waffenwirkung (Artilleriebeschuß) oder Befahren unberührt gebliebenen Minenfelder können, wenn die Minen mit der Deckel-sicherung gesichert sind, ohne weiteres aufgenommen werden. |
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Völlig entsicherte Minen H und BSB, auf die genügend Druck durch Befahren oder Waffen-wirkung ausgeübt worden ist, zerknallen. Trotzdem kann bei der Mine H ein Anscheren des Scherstiftes stattgefunden haben und bei der Mine BSB der Stift mit dem Bügel sich schon so weit gesenkt haben, daß der Schlagbolzen mit seinem Fuß sich nur noch ganz lose gegen den Bügel des Schaftes stützt. Dies ist vor allem in Minenfeldern, die unter Artilleriebeschuß gelegen haben oder von Panzerkampfwagen befahren worden sind, mög-lich. Die Minen solcher Felder sind, wenn sie freigelegt, in ihrer Lage geändert oder aus ihr entfernt, beschädigt oder mit der Deckelsicherung nicht zu sichern sind, zu sprengen. |
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Obwohl darüber bisher nichts bekannt, kann es weiterhin möglich sein, daß Minen in ir-gendeiner Form gegen Aufnehmen gesichert sind. Sind Anzeichen dafür erkennbar (Draht, an besonders eingebauten Minen, insbesondere Vorrichtungen, die auf Nebenzünder schließen lassen usw.), so wird die Mine vorsichtig freigelegt, unter den Deckelrand der Mine ein Draht oder Leine geschlungen und die Mine dann aus einer Deckung aus dem Bo-den herausgezogen. Ähnlich kann mit den Druckbrettern der gekoppelten Minen verfahren werden, um festzustellen, ob beim Beseitigen solcher Minenfelder ohne unbekannte Ge-fährdung aufgenommen werden kann. |