II. Vorbereitete Minen: D. RiegelmineII. Vorbereitete Minen: E. S-Mine 35Inhaltsverzeichnis
Merkblatt - Minensperren im Winter
II. Vorbereitete Minen
E. S-Mine 35

1. Vorbereiten.

25. Die S-Mine 353) und der S.Mi.Z. 353) sind möglichst gegen Feuchtigkeit geschützt zu lagern, da ihr Zünden sonst in Frage gestellt ist.

Insbesondere ist beim Einsetzen der Sprengkapsel darauf zu achten, daß kein Wasser hineingelangt (z.B. Kondenswasser, das sich an kalten Minen, die in warme Räume ge-bracht werden, absetzt).

Während der Tau- und Schlammperiode ist die S-Mine gegen Eindringen von Feuchtigkeit kaum zu schützen; mit ihrem Zerknall kann in dieser Zeit nicht unbedingt gerechnet wer-den.

Verwehungen und Vereisungen nach Tauwetter schränken die Wirkung der S-Mine ein.

2. Verlegen

26. Die S-Mine ist bei Schnee möglichst so zu verlegen, daß sie nach der Schneeschmel-ze wirksam bleibt.

Der S.Mi.Z. 35 wird bis zu einer Schneehöhe von etwa 10 cm durch Schützen sicher aus-gelöst, bei Pulverschnee ist mit Auslösen auch bei höherer Schneedecke zu rechnen.

Bei verharschtem Schnee ist das Auslösen des S.Mi.Z. 35 in Frage gestellt (32).

27. Zum Schutz gegen Feuchtigkeit und Schnee können als Druckminen verlegte S-Minen auch mit Schutz-Holzdeckel (Bild 7) verlegt werden.

Bild 7.
Schutz-Holzdeckel für S-Mine.

28. Bei hohem Schnee werden auch S-Minen auf Brettstücke gesetzt, nachdem der Schnee festgestampft worden ist. Wenn Brettstücke nicht zur Verfügung stehen, muß der Schnee um die S-Mine festgestampft und mit Wasser festgefroren werden. Das Was-ser bildet einen Eisblock und gewährleistet ein festes Auflager der Mine. Das benötigte Wasser wird am besten in Feldflaschen mitgeführt, die unter der Feldbluse am Hosenträ-ger getragen werden.

29. Beim Verlegen in Eis wird die S-Mine bis zum Sicherungsbolzen des Zünders in das Eis eingebaut und das Minenloch bis Oberkante Minentopf mit Wasser gefüllt, das in kurzer Zeit gefriert. Dann wird die Mine mit Schnee getarnt.

Zu tief eingefrorene S-Minen springen nicht.

30. Werden S-Minen auf Gewässern eingebaut, muß die Eisdecke eine Stärke von min-destens 30 cm haben. Die S-Mine muß 18 cm tief in die Eisdecke eingelassen werden, da bei schwächerem Eis die Mine nicht heraus, sondern der Topf durch die darunter befindli-che dünne Eisschicht hindurch nach unten fortgeschleudert werden kann.

31. Um den Zerknall auch bei größerer Schneehöhe zu gewährleisten, kann auf den S-Minenzünder ein Brettchen als Druckbrett aufgesetzt werden (Bild 8). Zu diesem Zweck wird ein Dorn (Fahrradspeiche, Nagel) zwischen den Druckstiften des S-Minenzünders be-festigt. Dieser muß so bemessen sein, daß die Tarnschicht über dem Druckbrett nicht mehr als 30 cm beträgt.

Bild 8.
S-Minenzünder mit aufgesetztem Druckbrett.

32. Zum Vergrößern der Druckfläche können die Stifte des S.Mi.Z. 35 durch eine Druck-platte von rd. 8 cm Ø und 1 mm Stärke ersetzt werden (Bild 9). Versuche mit dieser An-ordnung haben ergeben, daß der Zünder noch bei 40 cm Schneehöhe durch Schützen ausgelöst wird. Bei verharschtem Schnee ist das Auslösen in Frage gestellt.

Bild 9.
S.Mi.Z. 35 mit Druckplatte.

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