V. Mun. für leichte Geschütze (Inhaltsverzeichnis)Inhaltsverzeichnis Merkbl. 22/1Inhaltsverzeichnis
Munitionsmerkbuch - IV. Flakmunition
AHM. 1941
833. Versager bei der 2 cm Flak 38.

Zahlreich auftretende Versager und ungenügend angeschlagene Zündhütchen bei der 2 cm Flak-Munition gaben Veranlassung, den Schlagbolzenabstand (Abstand zwischen Schlagbolzen und Abfeuerungshebel bei eingeführter Gutlehrpatrone) von max. 0,5 auf 0,3 mm zu verringern. Mit Rücksicht auf die angestrebte gute Zündfähigkeit ist jedoch nach Möglichkeit ein Schlagbolzenabstand von 0,1 mm anzustreben. Der Schlagbolzen-abstand ist durch Nacharbeiten der vorderen Fläche des Anschlagnockens an der Rohr-hülse herzustellen. Das Nacharbeiten des Gehäuses ist mit Rücksicht auf die Erhaltung des Austauschbarkeit der Rohrhülse verboten. Das Beilegen von Metallfolien zwischen Ge-häuse und Verriegelungskurve hat zu unterbleiben. Es ist darauf zu achten, daß vor dem Anpassen die Verriegelungskurve in ihrer vordersten Stellung festgezogen ist. Beim An-passen ist auf das Übersetzungsverhältnis von ungefähr 1:4 zu achten. (Abarbeitung von 0,1 mm an der oberen Anschlagfläche des Nockens der Rohrhülse entspricht einem Weg des Abfeuerungshebels von ungefähr 4 mm).

Stark abgenutzte fehlerhafte Verriegelungskurven und Abfeuerungshebel sind vor dem Anpassen durch neue zu ersetzen.

Bis zur Erscheinung einer endgültigen Abstandslehre im Kasten Lehren- und Prüfgerät ist der Schlagbolzenabstand mit einer handelsüblichen Lehre (Spion bzw. Fühlerlehre) zu messen.

Sämtliche Verschlußvorholfedern, die eine Länge von weniger als 910 mm aufweisen, sind durch neue auszutauschen. Die Rohrvorholfedern, die kürzer sind als 215 mm, sind durch neue zu ersetzen. Die ausgetauschten alten Federn sind in der Mitte durchzuschlagen, um die als unbrauchbar zu bezeichnen.

Die durch Austausch zu ersetzenden Teile sind bei den H.Zä. Ulm, Unna, Kassel, Hamburg und Mainz anzufordern.

Die L.Dv. 441/1 ist auf S. 17 und 18 (Abschnitt D) handschriftlich wie folgt zu berichti-gen: (Entsprechende Ausgabe von Deckblättern folgt.)

Das im vorletzten und letzten Absatz auf S. 17 angegebene Maß des Schlagbolzenab-standes von 0,5 mm ist in 0,3 mm zu ändern.

Zu streichen ist auf S. 18 der Text der lfd. Nr. 3 unter Ursache und Abhilfe und dafür zu setzen unter:

Ursache:

Schlagstelle des Abfeuerungshebels für den Schlagbolzen abgenutzt.

Abhilfe:

Neuen Abfeuerungshebel einstellen. Beim Einpassen auf Verschlußabstand und Maß 0,1 mm wie bei 2 achten.

Bei guter Beschaffenheit des Schlagbolzenbundes, Abfeuerungshebels sowie der Verriege-lungskurve ist der Schlagbolzenabstand (0,1 bis 0,3) durch Nacharbeit der vorderen Flä-che des Anschlagnockens an der Rohrhülle herzustellen.

Beim Anpassen ist das ungefähre Übergangsverhältnis von 1:4 zu berücksichtigen, d.h. die Nacharbeit von 0,1 mm am Anschlagnocken entspricht einem Wege von ungefähr 0,4 mm am Abfeuerungshebel.

O.KH. (Ch.H.Rüst. u. B.d.E.) 18.8.41 – 79 – AHA/Jn 2 (V).

965. Versager bei der 2 cm Flak 30.

HM. 1941 S. 433 Nr. 833

Die o.a. Bestimmungen gelten sinngemäß auch für 2 cm Kw.K. 30.

O.K.H. (Ch.H.Rüst. u. B.d.E.) 21.9.41 – 79 – AHA/Jn 2 (V).

AHM. 1942

266. 2 cm Brand-Sprenggranatpatrone L'spur (Flak)

Die 2 cm Brand-Sprenggranatpatrone L'spur (Flak) wird eingeführt.
Benennung: 2 cm Brand-Sprenggranatpatrone L'spur (Flak),
abgekürzte Benennung: 2 cm Br.Sprgr.Patr. L'spur (Flak),
Gerätklasse: J
Stoffgliederungsziffer: 13,
Lochkartenschlüsselnummer: 013 1117 0000.
Allgemein:

Die 2 cm Br.Sprgr. L`spur besitzt im Vergleich zur 2 cm Sprgr. L'spur eine zusätzliche Brand- und Gasschlagwirkung. Die Sprengwirkung ist die gleiche wie bei der eingeführten 2 cm Sprgr.L'spur.

Aufbau:

Der Aufbau ist der gleiche wie bei der 2 cm Sprgr.Patr. L'spur, lediglich die Sprengladung weist eine andere chemische Zusammensetzung auf.

Die ballistischen Eigenschaften sind die gleichen wie bei der 2 cm Sprgr. L'spur.

Kennzeichnung:
a) Geschoß:

Die aufschablonierten Angaben in der obersten Zeile bleiben dieselben wie bei der 2 cm Sprgr. L'spur, jedoch in roter Farbe.

In der zweiten Zeile hinter der Gewichtsangabe 122 g wird "Br." aufschabloniert. Ge-wichtsangabe und "Br." ebenfalls in roter Farbe.

b) Die Beschriftung der Patronen bleibt unverändert.

O.K.H. (Ch.H.Rüst. u. B.d.E.) 10.3.42 – 1769/42 – AHA/Jn 2 (VII).

846. 2 cm Brand-Sprenggranatpatrone ohne L'spur (Flak)

Die 2 cm Brand-Sprenggranatpatrone ohne L'spur wird eingeführt.
Benennung: 2 cm Brand-Sprenggranatpatrone ohne L'spur (Flak),
abgekürzte Benennung: 2 cm Br.Sprgr.Patr. o. L'spur (Flak),
Stoffgliederungsziffer: 13,
Gerätklasse: J.

Die 2 cm Br.Sprgr.Patr. o. L'spur (Flak) wird durch den 2 cm Kpf.Z.Zerl.Fg. nach einer Flugzeit von etwa 2000 m zerlegt.

Um einen größeren Sprengstoffraum für die Brand-Sprengladung zu gewinnen, wurde bei dieser Granate auf die L'spur verzichtet.

Das Geschoßgewicht beträgt 115 g, die Vo  900 m/s.

Die 2 cm Br.Sprgr.Patr. o. L'spur (Flak) kann im Wechsel mit der 2 cm Sprgr. L'spur oder der 2 cm Br.Sprgr. L'spur (Flak) oder der 2 cm Pzgr. L'spur auf den Hauptkampfentfernun-gen nach der bisherigen Schußtafel verschossen werden.

Der Anstrich des Geschosses ist gelb.

Das Geschoß ist auf dem zylindrischen Teil (zwischen Führungsring und Zentrierwulst) wie folgt gekennzeichnet:

Obere Zeile: Fertigungsjahr, Fertigungsfirma, Lieferungsnummer und Ratenbuchstabe.

Untere Zeile: Br. o. L'spur 115 g.

Diese Bezeichnungen sind in roter Farbe aufschabloniert oder gestempelt. Schrifthöhe etwa 5 mm.

Die 2 cm Br.Sprgr,Patr. (o. L'spur [Flak]) gehört zur Einlagerungsgruppe V.

Die Verpackung ist die gleiche wie bei der übrigen 2 cm Munition. Die Inhaltszettel haben neben dem entsprechenden Aufdruck scharze Ecken (12 mm tief, von den Ecken der Um-randung gemessen).

O.K.H. (Ch.H.Rüst. u. B.d.E.) 18.9.42 – 11871/42 – Jn 2 (VII).

849. Munitionsbehandlung; hier: Selbstentzündung von 2 cm-Munition.

Es sind Unfälle durch Selbstentzündung von 2 cm Pzgr.Patr. L'spur entstanden, die ein-deutig erkennen lassen, daß die Sorge der Truppe um ihre Munition in keinem Verhältnis steht zu den Anforderungen, die von ihr an die Munition gestellt werden.

Die Bestimmungen der H.Dv. 305 über das Lagern der Munition in Packgefäßen in Zwi-schenräumen und Abständen, damit die Munition durch den Luftzug gekühlt wird, das Ab-decken der Munition zur Vermeidung unmittelbarer Sonneneinstrahlung, das Lüften von Munitionshäusern oder ähnlichen Räumen usw. haben in jedem Fall ihre Begründung.

Die durch unvorschriftsmäßige Behandlung der Munition verursachten Schäden machen sich oft nicht sofort bemerkbar. Zwischenzeitlich wechselt aber die Munition häufig den Benutzer, so daß die für entstandene Schäden verantwortlichen Mun.Verwalter nicht be- langt werden können.

Es ist deshalb Pflicht der Kommandeure und Komp.-, Schwadr.- und Battr.- Chefs, den verantwortlichen Munitionsverwaltern die genaueste Beachtung der H.Dv. 305 (Muniti-onsbehandlung) und der für die Munitionsverwaltung gegebenen Vorschriften und Bestim-mungen zu befehlen.

Besondere Beachtung ist den 2 cm Pzgr.Patr. L'spur "Ph" zu widmen, da unmittelbare Sonnenbestrahlung oder längere Hitzeinwirkungen zur Selbstentzündung führen können.

O.K.H. (Ch.H.Rüst. u. B.d.E.) 28.9.42 – 13858/42 – Jn 2 (VII).

898. 2 cm Panzergranatpatrone L'spur mit Zerlegung.

Für 2 cm Flak 30 und 38, 2 cm Flakvierling 38 wird eine Panzergranate mit Zerlegung ein-geführt.

Benennung: 2 cm Panzergranatpatrone L'spur mit Zerlegung,
Abkürzung: 2 cm Pzgr.Patr. L'spur Z,
Gerätklasse: J,
Stoffgliederungsnummer: 13.

Die 2 cm Pzgr. L'spur Z zerlegt sich nach ungefähr 1800 m, während die bisher eingeführ-te 2 cm Pzgr. L'spur unzerlegt bleibt. Die Durchschlagsleistung bleibt unverändert.

Die 2 cm Pzgr. L'spur Z unterscheidet sich von der 2 cm Pzgr. L'spur dadurch, daß statt der Phosphorfüllung eine Sprengladung einlaboriert ist, die durch Wärmeübertragung von der L'spur die Zerlegung des Geschosses bewirkt.

Das Geschoßgewicht beträgt 146 g. Die Treibladung ist auf dieses Gewicht abgestimmt, so daß die bisherige Schußtafel verwendet werden kann.

Der Anstrich des Geschosses ist schwarz.
Das Geschoß hat folgende Kennzeichen:

Auf dem zylindrischen Teil des Geschosses, zwischen Führungsring und Zentrierwulst, ist ein weißes Z aufschabloniert (entsprechend der Größe und Lage des aufschablo-nierten Ph oder O bei der 2 cm Pzgr. L'spur). Die übrigen Kennzeichen sind die gleichen wie bei der 2 cm Pzgr. L'spur.

Die 2 cm Pzgr.Patr. L'spur Z gehört zur Einlagerungsgruppe V.

Die Verpackung ist die gleiche wie bei der 2 cm Pzgr.Patr. L'spur. Die Inhaltszettel tragen statt des Ph oder O ein Z in roter Farbe.

O.K.H. (Ch.H.Rüst. u. B.d.E.) 15.10.42 – 15241/42 – Jn 2 (VII).

904. Besondere Vorkommnisse an 2 cm Munition.

Restmunition für Untersuchungszwecke von besonderen Vorkommnissen mit 2 cm Munition sind von den Einheiten des Heeres an das Beschußkommando LFlak 1 bei der Kdtr. des Versuchsplatzes Kummersdorf, Kreis Teltow, zur Verfügung von LFlak 1/VR einzusenden.

O.K.H. (Ch.H.Rüst. u. B.d.E.), 3.10.42

– 4 b 12 Allg –

Wa Prüf 1/St. C

50.10.42
1068. 2 cm Brand-Sprenggranatpatrone ohne L'spur (Flak).
HM. 1942 S. 441 Nr. 846.

Beim Verschießen der 2 cm Br.Sprgr.Patr. o. L'spur (Flak) ist zu berücksichtigen, daß die-se Sprgr. nach einer Flugzeit von 5,5 bis 8 Sek. zerlegt wird. Diese Munitionssorte ist im Heimatkriegsgebiet grundsätzlich nur mit 7° Rohrerhöhung, in sonstigen Gebieten unter 7° Rohrerhöhung nur dann, wenn eigene Truppen und lebenswichtige Anlagen nicht gefähr-det werden, zu verschießen.

O.K.H. (Ch.H.Rüst. u. B.d.E.) 25.11.42 – 18551/42 – Jn 2 (VII).

1069. 2 cm Pzgr.Patr. L'spur "Z".

Die Brenndauer der Lichtspur der 2 cm Pzgr.Patr. L'spur "Z" ist auf 4,5 Sek. verlängert worden, was einem Geschoßweg von etwa 1800 m entspricht. Dementsprechend erfolgt die Zerlegung des Geschosses nach etwa 1800 m.

O.K.H. (Ch.H.Rüst. u. B.d.E.) 1.12.42 – 18948/42 – Jn 2 (VII).

HVBl. 1942, Teil C
44. Auftreten von Patronenhülsen-Klemmern und -Reißern
bei 8,8 cm Flakrohren.

Die Ursache der bei 8,8 cm Flakrohren 36 auftretenden Patrh.-Klemmern und -Reißern kann nicht in jedem Falle mit Bestimmtheit angegeben werden. Sie können entweder durch nicht ordnungsgemäß zusammengebaute Rohre oder durch fehlerhafte Patrh. verur-sacht werden.

Im ersten Falle werden meistens mit dem Boden noch einige cm der Patrh., im zweiten Falle der Boden glatt abgerissen.

Bei Rohren mit noch nicht erweitertem Ladungsraum kann nur mit Patrh.- Klemmern, aber nicht mit -Reißern gerechnet werden. Gebrauchte Rohre mit noch nicht erweitertem La-dungsraum werden jedoch nur selten vorgefunden.

Bei Auftreten von Patrh.-Klemmern und -Reißern sind
a)

die 8,8 cm Flakrohre 36 nach LVBl. 1941 Ziff. 38 (Anl.) auf ordnungsgemäßen Zu-sammenbau zu überprüfen;

b)

die Rohre zu überprüfen, ob der Ladungsraum erweitert ist. 8,8 cm Flakrohre 18 sind bei erweitertem Ladungsraum auf dem Seelenrohr 1320 mm von der Mündung, 8,8 cm Rohre 36 auf dem Seelenrohr kurz vor der Spannmutter mit "Erw.La." ge-kennzeichnet. Außerdem muß die Erweiterung in den Rohrbüchern verzeichnet sein;

c)

die Patrh. zu überprüfen, ob sie zu den durch Gen.d.Flakwaffe (L Jn 4) gesperrten Hülsenlieferungen gehören.

Bisher gesperrte Patrh.-Lieferungen:

  Lfd.Nr. Kennz. der
Lieferfirma
Lieferjahr  
         
  17 P 414 40  
  43 avt 40  
  55 bis 65 avt 40  
  (einschl.)      
  107 avt 40  
  4 und 5 awt 41  
  1 bis 9
(einschl.)
atr 41  
  68 aty 41  
         

Bei Patrh. dieser Lieferungen ist mit Reißen zu rechnen. Diese Munition ist nur zu ver-schießen, wenn Hülsen anderer Lieferungen nicht in ausreichender Anzahl vorhanden sind. Austausch kann bei der nächsten Munitionsausgabestelle der Luftwaffe oder Luft-Muniti-onsanstalt erfolgen.

Auf Verfügung des O.K.H./Gen.St.d.H./Gen.Qu./Az 341 Abt.H.Verf. (Qu 3/Ib Nr. I/23901/ 41 geh. v. 21.10.41 und Fernschreiben O.K.H./Gen.St.d.H./Gen. Qu. (Qu 3 I Nr. 37804/41 v. 27.10. wird hingewiesen.

Patrh.-Klemmer und -Reißer sind als besondere Vorkommnisse gemäß H.Dv. 305 offen zu melden an

O.K.H. (Ch.H.Rüst. u. B.d.E.) AHA/Jn 4
Berlin W 35, Matthäikirchstr. 10 (fünffach).

Aus dem Fragebogen muß ersichtlich sein:
a) wo das betreffende Rohr bzw. Geschütz verblieben ist,
b)

daß die beschossene, gerissene Patrh. unverzüglich durch Feldpost an R.d.L. u. Ob. d.L – L Flak 1 /VI – Berlin-Charlottenburg, Jebenstraße 1, abgesandt worden ist (Vermerk im Fragebogen bei Ziff. B 8).

  Die Einsendung hat unaufgefordert zu erfolgen.

Zur Vermeidung von Unfallarbeiten werden die auf den Hülsenböden vorhandenen Kenn-zeichen in nachstehender Skizze noch einmal dargestellt:

Maßgebenden Reihenfolge der erforderlichen Lieferungsangaben: III a/3 avt/40.

O.K.H. (Ch.H.Rüst. u. B.d.E.), 15.1.42

74 c 70 90

AHA/Jn 4 (Mun Ic).

583 42

Hülsenreißer beim Schießen 8,8 cm Flak 36.

LVBl. 1941 Nr. 2 vom 13.1.1941

Untersuchungen über aufgetretene Hülsenreißer, etwa 30 bis 50 vom Patronenboden ent-fernt, haben ergeben, daß dies Vorkommnis auf nicht ordnungsmäßig zusammengebaute Rohre zurückzuführen ist. Das Bodenstück ist in diesem Fall mit dem Rohrmantel durch die Druckschraube nicht bis zum festen Anzug verschraubt, so daß der im Innern des Boden-stücks befindliche Bajonettring in seiner Aufnahme mehrere Millimeter axiales Spiel hat. Innerhalb dieses Raumes wandert beim Schießen der Bajonettring und das mit ihm ver-bundene Rohr, wodurch der Abstand zwischen Verschluß und Patronenboden sich ändert, der Patronen nach hinten zeitweilig keine feste Anlage findet und so zu Hülsenreißern führt.

Zur Feststellung, ob ein derartiger Fehler vorliegt, ist wie folgt zu verfahren:

Der Abstand zwischen Patronenlage und Verschlußkeil ist mit der Abstandslehre zu prüfen. Stimmt der Abstand, so ist das Rohr auf 0° zu bringen und der Verschlußkeil so weit aus dem Bodenstück herauszuschieben, daß gegen die Patronenanlage am hinte-ren Futterrohr ein Holzklotz gelegt werden kann. Nun wird der Holzklotz und damit das ganze Seelenrohr mit einem Hebebaum nach vorn gedrückt und dann der Abstand nochmals überprüft. Ist der Abstand jetzt zu groß, so muß die Spannschraube gelöst werden. Hierzu müssen die Sicherung auf dem Bodenstück und die Schutzbleche ent-fernt werden. Nach Kennzeichnung der Stellung der Spannschraube wird diese so weit gelöst, daß die Dichtungsschnur herausgenommen werden kann. Dann wird die Spann-schraube wieder angeschraubt und mit einem leichten Hammerschlag angezogen. Die Spannschraube muß sich für jedes 1/10 mm Abstand an der Patronenanlage um 6,5 mm Umfang der Spannschraube wieder anziehen lassen, als sie vorher gestanden hat. Das Rohr ist in diesem Zustand richtig zusammengebaut. Die Stellung der Spann-schraube wird durch eine Marke gekennzeichnet. Nun wird die Spannschraube noch-mals gelöst und eine neue Dichtungsschnur eingelegt. Nach dem Anziehen der Spann-schraube müssen die Markenstriche am Bodenstück und der Spannschraube wieder übereinstimmen. Nach dem Einbau der Sicherung und der Schutzbleche ist das Rohr wieder schußfertig.

Der R.d.L. u. Ob.d.L., 3.1.1941,
General der Flakartillerie b. R.d.L. u. Ob.d.L./LJn 4.

Hinweise

Flak

Lfd.Nr.

Inhalt

Seite
1. Vorhaltemaße für 8,8 cm Flak 38. AHM. 1940/597 36
2. 1. Mun.Ausst. 2 cm Flak. AHM 1942/1067 177

3.

Flakmun. für Üb.Zwecke. AHM 1943/191

217

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