|
|
| Schußtafel für die schwere Feldhaubitze 25 (t) |
| 2. Allgemeine Angaben |
| II. Munition |
|
6. Klemmende Geschosse bzw. solche, die aus Sicherheitsgründen nicht verfeuert werden können, sind zu entladen. Entladene Geschosse können wieder verschossen wer-den, wenn Geschoß und Zünder unbeschädigt geblieben sind. Andernfalls sind sie an die Munitionsausgabestelle zurückzugeben. |
|
7. Behandlung hingefallener Geschosse. |
|
Aufschlagzünder, bei denen nach dem Entfernen der Schutzkappe festgestellt wird, daß der obere Abschluß des Zünders beschädigt oder eingedrückt ist, dürfen nicht verfeuert werden. Sie sind jedoch transportsicher. |
|
Doppelzünder, bei denen nach dem Entfernen der Schutzkappe festgestellt wird, daß der obere Abschluß des Zünders beschädigt oder eingedrückt ist, dürfen nicht verfeuert wer-den; sie sind jedoch transportsicher. Dasselbe gilt für Zünder, bei denen das drehbare Satzstück locker sitzt oder sich drehen läßt. |
|
Sind hingefallene Geschosse und Zünder nicht beschädigt, so dürfen sie verfeuert wer-den. |
|
8. Es gibt zwei Arten von Hülsenkartuschen, und zwar solche mit Streifenpulver und sol-che mit Blättchenpulver. Die einzelnen Ladungen der s.F.H. 25 (t) mit Pulvern normaler Leistung bestehen aus: |
|
Pulversorte |
Teilkartusche Nr. | ||||||
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | |||
| enthält in kg (etwa) | |||||||
|
a) mit Streifenpulver |
|||||||
|
Ngl.Str.P. – M 16/36 – |
1,150 | 0,360 | 0,280 | 0,310 | 0,565 | ||
|
Nz.Str.P. (230 · 15/1) |
0,150 | ... | 0,050 | ... | 0,100 | ||
| b) mit Blättchenpulver | |||||||
|
Ngl.Bl.P. – M 16 – |
0,930 | ... | ... | ... | ... | ||
|
Ngl.Bl.P. – M 16 – |
... | 0,410 | 0,340 | 0,340 | 0,600 | ||
|
Danach ergeben sich folgende Gewichte der einzelnen Ladungen: |
|
La- dung Nr. |
Ladungsgewicht in kg (etwa) | |||||
| a) Streifenpulver | b) Blättchenpulver | |||||
|
Ngl.Str.P. – M 16/36 – (1/10/230) |
Nz.Str.P. (230 · 15/1) |
Ngl.Bl.P. – M 16 – (1,5/1,2) |
Ngl.Bl.P. – M 16 – (2,2/18) |
|||
| 1 | 1,150 | 0,150 | 0,930 | ... | ||
| 2 | 1,510 | 0,150 | 0,930 | 0,410 | ||
| 3 | 1,790 | 0,200 | 0,930 | 0,750 | ||
| 4 | 2,100 | 0,200 | 0,930 | 1,090 | ||
| 5 | 2,665 | 0,300 | 0,930 | 1,690 | ||
|
Der Ladungsaufbau zu a) Streifenpulver ist mündungsfeuerfrei. |
|
Die Ladungsgewichte sind veränderlich und werden für jede Pulverlieferung besonders er-schossen. |
| Die Teilkartuschen sind |
| zu a) stehend nebeneinander und |
| zu b) liegend aufeinander |
| in der Kartuschhülse untergebracht. |
| 9. Schußfertigmachen der Hülsenkartuschen mit: |
|
a. Streifenpulver |
| Die Hülsenkartuschen werden mit der 5. Ladung schußfertig geliefert. |
|
Soll mit einer kleineren Ladung gefeuert werden, so sind nach Entfernen des Pappkreuzes und des Kartuschdeckels alle Teilkartuschen, die eine höhere als die kommandierte La-dungsnummer tragen, aus der Kartuschhülse herauszunehmen. Nur der Kartuschdeckel ist nach Entnahme der Teilkartuschen wieder einzusetzen und fest auf die Ladung zu drük-ken. Die Teilkartusche 1 hat keinen Kartuschbeutel und keine Ladungs-Nr. |
|
Falls sich der Kartuschdeckel durch Ziehen an der Schlaufe nicht anstandslos entfernen läßt, ist er an dem der Schlaufe entgegengesetzten Hülsenrand in die Hülse hineinzudrük-ken. Dadurch wird der Deckel leicht gelockert. |
|
b. Blättchenpulver |
| Die Hülsenkartuschen werden mit der 5. Ladung geliefert. |
| Vor dem Einsetzen in das Rohr ist das Pappkreuz zu entfernen. |
|
Soll mit einer kleineren Ladung gefeuert werden, so sind das Pappkreuz, der Kartuschdek-kel und so viele Teilkartuschen aus der Kartuschhülse herauszuziehen, bis die oberste die kommandierte Zahl zeigt. Nur der Kartuschdeckel ist wieder einzusetzen und fest auf die Ladung zu drücken. |
|
Falls sich der Kartuschdeckel nicht anstandslos entfernen läßt, ist wie unter a, letzter Absatz zu verfahren. |
|
Die Hülsenkartusche ist vorsichtig, nicht ruckartig, in das Rohr einzusetzen. Sonst gleitet die Ladung nach vorn, wodurch Versager und Nachbrenner entstehen, durch die die Be-dienung gefährdet werden kann. |
|
10. Das Pulver ändert seinen Feuchtigkeitsgehalt nur in verschwindend geringem Maße. Es muß aber vor äußerlich anhaftender Feuchtigkeit (Regen, Schnee, Nebel und großer Kälte) geschützt werden, da hierdurch die Anfangsgeschwindigkeit in unberechenbarer Weise verringert wird, was Kurzschüsse zur Folge hat. |
|
Das Pulver muß auch vor Sonnenbestrahlung geschützt werden, da durch Wärme der Feuchtigkeitsgehalt verringert und die Anfangsgeschwindigkeit erhöht wird, was Weit-schüsse zur Folge hat. |
|
11. Die Bodenfläche der eingeschraubten Hülsenzündschraube muß sich mit der Bodenflä-che der Kartuschhülse vergleichen oder etwas versenkt liegen, darf aber niemals vorste-hen. Diese Prüfung ist wichtig und vor jedem Schuß vorzunehmen. Gelockerte Hülsen-zündschrauben sind mit dem »Doppelschlüssel für Zündschraube C/12 n.A.« fest einzu-schrauben. |
|
12. Nach jedem Schuß, auch in der Nacht, ist durch das Rohr zu sehen, um festzustellen, ob Kartuschreste oder sonstige Fremdkörper liegengeblieben sind. Diese sind zu entfer-nen, da sonst Ladehemmungen enstehen. |