| Schußtafel für die leichte Feldhaubitze 18 |
| 2. Allgemeine Angaben |
| II. Munition |
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1. Um den Einfluß verschiedenartiger Pulverlieferungen, Kartuschhülsen und Führungsbän-der auf die Geschoßstreuung auszuschalten, ist folgendes zu beachten: |
| Für einen Schießauftrag sind nach Möglichkeit nur |
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Lagungen gleicher Pulverlieferung, |
| Kartuschhülsen gleicher Fertigungsart und |
| Geschosse gleicher Art mit gleichen Führungsbändern |
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zu verwenden. Sonst entstehen unregelmäßige, größere Streuungen, durch die die schnelle Erfüllung des Schießauftrags und somit der Erfolg in Frage gestellt wird. |
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Die mit FES gekennzeichneten Granaten fliegen etwas kürzer als die nicht gekennzeichne-ten Geschosse. Beim Verfeuern der FES-Granaten sind deshalb im Feuerkommando außer den sonstigen BWE noch folgende Verbesserungen zusätzlich in Rechnung zu setzen: |
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1. Ladung + 12
Stufen, |
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Das heißt, daß z.B. für ein Geschütz mit einer Grundstufe – 4 bei 1. Ladung die Grund-stufe + 8 in Rechnung zu setzen ist. |
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Bei Granaten, den keinen Rauchentwickler enthalten, ist auf dem zylindrischen Teil und auf dem Geschoßboden hinter der Geschoßbezeichnung oR aufschabloniert. |
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Die Angaben dieser Schußtafeln gelten für schußtafelmäßiges Geschoßgewicht der schuß-fertigen Geschosse mit den in nachstehender Übersicht aufgeführten Zündern: |
| Geschoßart | Zünderart |
Schußtafelmäßiges Geschoßgewicht schußfertig kg |
Anhang Nr. |
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F.H.Gr. |
A.Z. 23 v (0,15)1) |
14,81 |
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F.H.Gr. FES |
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F.H.Gr. 38 |
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F.H.Gr. 38 FES |
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F.H.Gr. 38 Stg. |
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F.H.Gr. 38 Stg. FES |
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10,5 cm Sprgr. 43 |
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F.H.Gr.Nb. |
" | " | 2 |
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F.H.Gr. 38 Nb. |
" | " | 3 |
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F.H.Gr. 40 Nb. |
" | " | 4 |
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F.H.Gr. 40 Deut. |
" | " | 5 |
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F.H.Gr. Spr.-Br. |
" | " | 6 |
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F.H.Gr. 38 Kh. |
" | " | 7 |
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F.H.Gr. 39 |
" | " | 8 |
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10 cm Gr. 39 rot Hl |
" | " | 9 |
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10 cm Gr. 39 rot Hl/A-C |
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10 cm Pzgr. |
" | " | 10 u. S. 14 |
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10 cm Lt.Gs. |
" | " | 14 |
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F.H.Gr.Br. |
" | " | 15 |
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Gewichtsklassen |
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I |
II |
III |
IV |
V |
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Geschoßgewicht kg |
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|
von |
14,09 |
über |
14,28 |
über |
14,67 |
über |
14,95 |
über |
15,24 |
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|
bis |
14,28 |
bis |
14,67 |
bis |
14,95 |
bis |
15,24 |
bis |
15,53 |
||
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2a. Die 10,5 cm Sprgr. 43 ist rotbraun angestrichen. Auf dem zylindrischen Teil sind die Kennzeichen PG in schwarzer Farbe aufschabloniert. Die aus Perlitguß gefertigte Granate hat im Wirkungsbereich bis zu 20 m eine größere Anzahl wirksamer Sprengstücke als die Stahlgranaten. Sie ist deshalb mit Vorteil zum Bekämpfen lebender Ziele zu verwenden. Zum Zerstören von Geschützen, Fahrzeugen, leichten Deckungen usw. sind die Stahlgra-naten vorzuziehen. |
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3. Zum Bekämpfen von Kampfwagen (Kampfentfernung bis 1500 m) dienen: |
| 10 cm Gr. 39 rot
Hl, 10 cm Gr. 39 rot Hl/A, 10 cm Gr. 39 rot Hl/B und 10 cm Gr. 39 rot Hl/C. |
| Nähere Angaben sind im Anhang 9 enthalten. |
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Angaben über das ausnahmsweise Verfeuern der 10 cm Gr. 39 Hl/A, Hl/B und Hl/C mit 1., 3. und 4. Ladung an Stelle nicht vorrätiger Sprenggranaten sind im Anhang 17 enthalten. |
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Für den Fall, daß Hl-Granaten nicht am Geschütz vorrätig sind, können auch 10 cm Pzgr. mit Bd.Z. für 10 cm Pzgr. oder Sprenggranaten mit A.Z. in Stellung o.V. verwendet werden. Die Geschosse sind mit der 5. Ladung zu verfeuern. In Ausnahmefällen darf mit diesen Granaten gegen schwere Kampfwagen auch mit 6. Ladung gefeuert werden. |
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4. Splitterwirkung der F.H.Gr., F.H.Gr. 38, F.H.Gr. 38 Stg. und F.H.Gr. FES: |
| Zünder |
Zünder- stellung |
Aufschlagwinkel bzw. Sprenghöhe | Splitterwirkung nach | |
| jeder Seite | vorwärts | |||
| A.Z. | o.V. |
Aufschlagwinkel bis etwa 450– |
30 m | 10 m |
| desgl. | desgl. |
Aufschlagwinkel über 450– |
40 m | 10 m |
| desgl. |
m.V. (Abpraller) |
Sprenghöhe bis 10 m aufwärts |
30 - 40 m | 10 - 15 m |
| Dopp.Z. |
Zeit- Zündung |
Sprenghöhe 10 – 30 m |
mit zunehmender Sprenghöhe abnehmende Splitterwirkung | |
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Sprenghöhe über 30 m |
keine | keine | ||
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Im Frieden darf bei Nahverteidigungsaufgaben die kürzeste Schußentfernung mit Rück-sicht auf die Splitterreichweite |
| bei scharfen Geschossen nicht
kleiner als 400 m und bei Üb.-Geschossen nicht kleiner als 200 m sein. |