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| Schußtafel für die leichte Feldkanone 18 |
| 2. Allgemeine Angaben |
| II. Munition |
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9. Behandlung hingefallener Geschosse. |
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Geschosse mit A.Z. 23 v. (0,15), bei denen der obere Abschluß des Zünders so beschä-digt ist, daß der Stößel heruntergedrückt oder herausgefallen ist, dürfen nicht verfeuert werden. Sie sind jedoch transportsicher. |
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Geschosse mit Dopp.Z. S/60 Fl* dürfen nicht verfeuert werden, wenn die drehbare Ver-schlußkappe des Zünders verbogen, verbeult oder sonstwie beschädigt oder mit dem Stellschlüssel nicht zu drehen ist. Sie sind jedoch transportsicher. Hinsichtlich der Fall-höhen ist aber noch folgendes zu beachten: |
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Geschosse mit Dopp.Z. S/60 Fl*, die aus einer Fallhöhe unter 1 m fallengelassen worden sind, sind brauchbar und können verfeuert werden, wenn Geschoß und Zünder äußerlich keine Mängel aufweisen. Dies gilt nicht bei Fall auf Stahl, Beton und Felsen; siehe nach-stehenden Absatz. |
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Geschosse mit Dopp.Z. S/60 Fl*, die aus einer Fallhöhe über 1 m oder aus jeder Fall-höhe auf Stahl, Beton und Felsen fallengelassen worden sind, sind unbrauchbar. Sie sind aber transportsicher und an die Munitionsausgabestelle zurückzugeben. |
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Zum Auf- und Abschrauben der Zünder dient der »Zünderschlüssel für A.Z. 23 und Zt.Z. S/30«. |
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10. Die einzelnen Teilkartuschen der l.F.K. 18 bei Hülsen mit Zündschrauben C/12 n.A. oder C/12 n.A.St. und Pulver normaler Leistung bestehen bei Verwendung in den Tropen aus: |
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Pulversorte |
Teilkartusche Nr. |
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| 1 | 2 | 3 | |||
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enthält g |
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Nz.Man.N.P. |
10 (Beildg,) |
... | ... | ||
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Digl.Pl.P. – 10,5 – |
84 | ... | ... | ||
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Digl.R.P. – G 0,5 – |
... |
etwa 264 |
etwa 264 |
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Danach ergeben sich folgende Gewichte der einzelnen Ladungen: |
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Ladung |
Ladung in g |
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Nz.Man.N.P. (1,5 x 1,5) in MN-Gewebe (Beiladung) |
Digl.Pl.P. – 10,5 – (50 x 0,15) |
Digl.R.P. – G 0,5 – (170 x 2/1) |
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kleine |
10 | 84 | ... | ||
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mittlere |
10 | 84 |
etwa 264 |
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große |
10 | 84 |
etwa 264 |
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Für Pulverlieferungen nicht normaler Leistung werden die Ladungsgewichte so ermittelt, daß die schußtafelmäßige Anfangsgeschwindigkeit erreicht wird. Es können daher von obigen Werten abweichende Ladungsgewichte vorkommen. Die Ladungsgewichte sind auf dem Kartuschdeckel angegeben. |
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11. Schußfertigmachen der Ladungen. |
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Die Hülsenkartuschen werden mit der großen Ladung schußfertig geliefert. |
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Soll mit der mittleren Ladung gefeuert werden, so ist der Kartuschdeckel herauszunehmen und die mit »3« bezeichnete Teilkartusche zu entfernen. Der Kartuschdeckel ist wieder einzusetzen und fest auf die Ladung zu drücken. |
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Soll mit der kleinen Ladung gefeuert werden, so ist der Kartuschdeckel herauszunehmen und die mit »3« und »2« bezeichneten Teilkartuschen zu entfernen. Der Kartuschdeckel ist wieder einzusetzen und fest auf die Ladung zu drücken. |
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Falls sich der Kartuschdeckel durch Ziehen an der Schlaufe nicht anstandslos entfernen läßt, ist er an dem der Schlaufe entgegengesetzten Hülsenrand in die Hülse einzudrücken. Dadurch wird der Deckel leicht gelockert. |
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12. Der normale Feuchtigkeitsgehalt des Diglykol-Pulvers beträgt 0,4 v.H. Das Pulver än-dert seinen Feuchtigkeitsgehalt nur in verschwindend geringem Maße. Es muß aber vor äußerlich anhaftender Feuchtigkeit (Regen, Schnee, Nebel und große Kälte) geschützt werden, da hierdurch die Anfangsgeschwindigkeit in unberechenbarer Weise verringert wird, was Kurzschüsse zur Folge hat. |
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Das Pulver muß auch vor Sonnenbestrahlung geschützt werden, da durch Wärme der Feuchtigkeitsgehalt verringert und die Anfangsgeschwindigkeit erhöht wird, was Weit-schüsse zur Folge hat. |
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13. Die Bodenfläche der eingeschraubten Zündschraube muß sich mit der Bodenfläche der Kartuschhülse vergleichen oder etwas versenkt liegen, darf aber niemals vorstehen. Diese Prüfung ist wichtig. Gelockerte Zündschrauben sind wieder fest einzuschrauben. |
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14. Nach jedem Schuß, auch in der Nacht, ist durch das Rohr zu sehen, um festzustellen, ob Kartuschreste oder sonstige Fremdkörper liegengeblieben sind. Diese sind zu entfer-nen, da sonst Ladehemmungen entstehen. |
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