| Schußtafel für die leichte Feldkanone 18 |
| 2. Allgemeine Angaben |
| II. Munition |
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1. Mit der kleinen Ladung dürfen keine Planschießen durchgeführt werden ! Bei beobachteten Schießen muß der erste Schuß beim Einschießen 25 v.H. weiter feindwärts gelegt werden, als die Entfernung Geschütz – vorderste Linie (eigene Truppe) beträgt. |
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Bei kleiner Ladung ist mit starken V0-Schwankungen und folglich mit unvorhergesehenen Kurzschüssen und Weitschüssen zu rechnen. |
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2. Die Angaben dieser Schußtafel gelten für schußtafelmäßiges Geschoßgewicht des schußfertigen Geschosses mit den in nachstehender Übersicht aufgeführten Zündern: |
| Geschoßart | Zünderart |
Schußtafelmäßiges Geschoßgewicht schußfertig kg |
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| K.Gr. Rot KPS |
A.Z. 23 v. (0,15) Dopp.Z. S/60 Fl* |
5,83 | ||
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Für die Bekämpfung von Kampfwagen dient die K.Gr. rot Pz. mit Bd.Z. f. 7,5 cm Pzgr., an deren Stelle im Notfalle auch die K.Gr. rot KPS mit A.Z. 23 v. (0,15) in Stellung o.V. zu verwenden ist. Die Geschosse sind mit der großen Ladung zu verfeuern. Für diesen Zweck (Kampfentfernung nur bis 1500 m) ist die auf der Aufsatztrommel befindliche Me-terteilung zu benutzen. |
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Die K.Gr. rot Pz. hat ein schußtafelmäßiges Mittelgewicht von 6,80 kg und eine Anfangs-geschwindigkeit in der großen Ladung von 444 m/s. |
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Bei Schießen mit Pzgr. ist die Schutzkappe der Lichtspurhülse vor dem Ansetzen der Ge-schosse zu entfernen. |
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3. Splitterwirkung der K.Gr. rot KPS: |
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Zünder |
Zünder- stellung |
Aufschlagwinkel bzw. Sprenghöhe |
Splitterwirkung nach |
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jede Seite |
vorwärts |
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A.Z. 23 v. (0,15) |
o.V. |
Aufschlagwinkel bis etwa 450– |
15 m |
7 m |
| desgl. |
desgl. |
Aufschlagwinkel über 450– |
18 m |
10 m |
| desgl. |
m.V. |
Sprenghöhe bis 10 m aufwärts |
10 m |
8 m |
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Dopp.Z. S/60 Fl* |
Zeit- |
Sprenghöhe 10 – 20 m |
mit der Sprenghöhe ab-nehmende Splitterwirkung |
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Sprenghöhe über 20 m |
keine |
keine |
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Im Frieden darf bei Nahverteidigungsaufgaben die kürzeste Schußentfernung mit Rück-sicht auf die Splitterreichweite |
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bei scharfen Geschossen nicht
kleiner als 400 m und |
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sein. |
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4. Der A.Z. 23 v. (0,15) ist schußfertig. Er kann mit und ohne Verzögerung verfeuert werden; die Verzögerung wird mit dem »Stellschlüssel für A.Z. 23« eingestellt. Für den Transport ist der A.Z. 23 v. (0,15) auf »ohne Verzögerung« (»o.V.«) eingestellt. Zum Umstellen auf »m.V.« ist der Stellbolzen mit dem Stellschlüssel um 90° zu drehen, so daß die Einstellmarke des Stellbolzens der Buchstabe »M« und »V« liegt. Bei nichtverfeuerten Geschossen ist der Zünder auf »o.V.« zurückzustellen. Die Einstellmarke des Stellbolzens zeigt auf »0«. |
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Bei Zünderstellung auf Verzögerung entstehen auf ebenem, hartem Gelände bei Auf-schlagwinkeln unter 360¯ Abpraller. Zum Durchschlagen von Deckungen sind Aufschlag-winkel von mindestens 500¯ erforderlich. |
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Bei Verwendung des A.Z. 23 v. (0,15) ist besonders darauf zu achten, daß die Flugbahn vor der Mündung frei von allen Hindernissen, auch kleinen Zweigen, Blättern, Tarnmitteln u. dgl., ist. Andernfalls können bei der großen Empfindlichkeit des Zünders, dessen Rohr-sicherheit sofort nach dem Verlassen der Mündung aufgehoben wird und der sich von da ab in Scharfstellung befindet, Frühzerspringer auftreten, die die Bedienung gefährden. |
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5. Der Dopp.Z. S/60 Fl* ist als Aufschlagzünder schußfertig. Soll der Zünder ausnahms-weise als Aufschlagzünder verfeuert werden, so ist darauf zu achten, daß der genau auf Nullstellung steht, da er sonst als Zeitzünder scharf wird und die eigene Truppe gefähr-den kann. Bei Verwendung als Zeitzünder muß er mit dem »Stellschlüssel für Dopp.Z. S/60 und Zt.Z. S/60 und Zt.Z. S/30« auf die in der Spalte 5 (Zünderstellung) der Kom-mandotafel angegebenen Werte gestellt werden. Diese Werte gelten für 0 m Restflugwei-te für die Mündungswaagerechte. Bei Zündern älterer Fertigung ist »Nute über Nute«, bei solchen neuerer Fertigung »Pfeil auf Markenstrich« die Nullstellung. Am Stellschlüssel ist die »Einstellmarke auf der Null (Kreuz)« die Nullstellung. Von diesem Punkt aus ist der Um-fang des Stellschlüssels 360° eingeteilt. Die Teilung ist von 15° bis 350° von Grad zu Grad auf dem Schlüssel eingraviert. Der Stellschlüssel wird auf die in der Kommandotafel gefundene Stellschlüsselzahl eingestellt und so über den Zünder gesteckt, daß die obere Nase des Stellschlüssels in die Nut an der drehbaren Kappe des Zünders eingreift und dann so lange gedreht, bis die untere Nase in die Nut am Zünderkörper einschnappt. Bei nichtverfeuerten Geschossen mit eingestellten Zündern ist der Dopp.Z. S/60 Fl* wieder auf Null zu stellen. Das Zurückstellen geschieht mit dem auf Null gestellten Stellschlüssel auf dieselbe Weise. |
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Infolge der im Zünder befindlichen »Zeitsicherung« befindet sich der Dopp.Z. S/60 Fl* als Zeitzünder erst nach etwa 0,4 Sekunden Flugzeit, als Aufschlagzünder dagegen sofort, nachdem das Geschoß das Rohr verlassen hat, in Scharfstellung. Bei Verwendung als Auf-schlagzünder ist der letzte Absatz der vorstehenden Ziffer 4 zu beachten. |
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6. Das Scharfwerden der Zünder und damit die Möglichkeit des Bekämpfens von Nahzielen und die Verwendung der Doppelzünder zum Erzielen von Sprengpunkten zeigt nachste-hende Übersicht: |
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7. Richtig angesetzte Geschosse mit Dopp.Z. S/60 Fl* dürfen nicht entladen werden. Sie sind im Kriege grundsätzlich im Frieden soweit es die Sicherheitsbestimmungen zulas-sen, zu verfeuern. Besteht hierbei die Gefahr, daß durch zu kurz liegende Sprengpunkte die eigene Truppe gefährdet wird, so sind durch Änderung der Ladung, Erhöhung und Sei-tenrichtung die Schüsse außerhalb des Gefahrenbereichs bzw. die Sprengpunkte so hoch wie möglich zu legen. |
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8. Klemmende Geschosse mit A.Z. und Dopp.Z. bzw. solche, die aus Sicherheitsgrün-den nicht verfeuert werden können, sind zu entladen. |