| Merkbuch über die Munition für die 8,8 cm SK C/35 in 8,8 cm Ubts L C/35 der Schiffsartillerie |
| Allgemeines |
| Die Munition der 8,8 cm SK C/35 gliedert sich nach ihrem Verwendungszweck in: |
| a) | Gefechtsmunition, |
| b) | Leuchtgeschoßmunition, |
| c) | Übungsmunition, |
| d) | Exerziermunition. |
| Sie wird verfeuert aus der 8,8 cm SK C/35 in 8,8 cm Ubts L C/35. |
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Die Munition der zu den Geschützen gehörenden 3,7 cm Abkommkanone L/20 ist im Merk-buch »Abkomm-Munition«, M.Dv.Nr. 170,60 zusammengestellt. |
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Die Munition führt im Gegensatz zu der getrennten die Bezeichnung »Patronenmunition«, d.h. Geschoß und Patronenhülse mit Kartusche sind zusammengesetzt und bilden eine Pa-trone. |
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Patronenmunition, die bei Marine, Heer und Luftwaffe einheitlich und infolgedessen aus-tauschbar ist, führt die Bezeichnung »Einheitsmunition«. |
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Geschosse sind zum Schutz gegen Witterungseinflüsse mit einem Farbanstrich versehen, der bei den einzelnen Geschoßarten zur Kennzeichnung versehen ist. |
| Sprenggranaten | = | gelb, |
| Übungssprenggranaten | = | rot, |
| Leuchtgeschosse | = | grün. |
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Bei den 8,8 cm Spgr. L/4,5 und 8,8 cm Üb.Spgr. L/4,5 ist der Oberteil farbfrei. |
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Patronen werden im allgemeinen ungeschärft gelagert und transportiert. Sie werden so-weit es vorgesehen ist, vor dem Verfeuern geschärft. Für U-Boote werden die Patronen scharf an Bord gegeben. |
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Geschützladungen (Kartuschen) zu a) bis c) einschließlich ihrer Beiladungen sind in 8,8 cm Patrh 35 oder 8,8 cm Patrh 35 St eingebracht. Sie werden durch das in den Hül-senhals eingepreßte und in ihm befestigte Geschoß in der Längsrichtung festgelegt. |
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Verpackung: Die Patronen sind in druckfesten oder nicht druckfesten 8,8 cm Ubts-Patrb verpackt. Mit Munition gefüllte Büchsen sind luftdicht verschlossen und plombiert. |
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Kennzeichen auf Packgefäßen: Auf dem Mantel jeder Patronenbüchse sind mit schwar-zer Farbe folgende Angaben aufgestempelt: |
| Art der Patrone, |
| genaues Pulvergewicht beim Pulverstand ± 0, |
| Pulvernummer und Abmessungen des Pulvers, |
| Art und Gewicht der Beiladung, |
| Fertigungsdatum der Patrone, |
| Fertigungsmerkmale der Zündschraube, |
| Fertigungs-, Beschuß- und sonstige Merkmale der Hülse, |
| Werkstoff der Führung. |
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Ein Inhaltszettel mit den gleichen Angaben ist auf der Innenseite des Deckels aufgeklebt. |
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Bei abweichenden Fertigungs- und Werkstoffarten sind die Packgefäße je nach Erforder-nis mit Zusatzzetteln gekennzeichnet. Diese sind außen und innen unterhalb der Inhalts-angaben aufgeklebt. |
| Beispiel: Es erhalten. |
| 1. |
Patronenbüchsen mit Spgr.Patr. oder Spgr.Patr.Br. mit zweiteiligen Sprengladungen Zusatzzettel mit der Zeichnungsnummer der Sprengladung, z.B. 313 D 5053, |
| 2. |
Patronenbüchsen mit Patronen mit geladenen Geschossen Zusatzzettel mit der Gruppe der Sprengladung (nach M.Dv.Nr. 190,2 C), |
| 3. |
Patronenbüchsen mit Patronen mit eingeschraubter Lichtspurhülse Zusatzzettel, die Art, Los- und Lieferungsnummer der Lh angeben, |
| 4. |
Patronenbüchsen mit Patronen, deren Kartuschen mit Beuteln aus Kunstseide gefer-tigt sind, folgende Zusatzzettel: |
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Kurzer Kartuschbeutel |
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| 5. |
Patronenhülsen mit Übungssprenggranatpatronen Zusatzzettel »Zur Schießübung« (nur außen anbringen). |
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Außer diesen Angaben erhalten die Patronenbüchsen folgende Kennzeichen auf die Deckel aufgestempelt: |
| Gefechtsladung | = | schwarzumrandetes Quadrat, |
| Leuchtgeschoßladung | = | in grüner Farbe »Lg«. |
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Patronenbüchsen aus Leichtmetall haben grauen Farbanstrich. Patronenbüchsen aus Leichtmetall haben als Unterscheidungsmerkmal einen roten Ring und Lg Patronenbüchsen aus Leichtmetall zur Kennzeichnung des Inhalts einen grünen Ring um den Mantel. |