| Schußtafel für die 7,5 cm Kw.K. 40, 7,5 cm Stu.K. 40 und 7,5 cm Pak 40 |
| Allgemeine Angaben |
| II. Munition |
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1. Die Angaben dieser Schußtafel gelten für schußtafelmäßiges Geschoßgewicht der schußfertigen Geschosse mit den in nachstehender Übersicht aufgeführten Zünder: |
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Patronen- bzw. Geschoßart |
Zünder |
Schußtafelmäßiges Geschoßgewicht kg |
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7,5 cm Sprgr.Patr. 34 |
kl.A.Z. 23 umg. |
5,74 | ||
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7,5 cm Gr. 34 |
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7,5 cm Nbgr.Patr. |
kl.A.Z. 23 Nb1) |
6,2 | ||
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K.Gr. rot Nb. |
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7,5 cm Gr.Patr. 38 Hl/B |
A.Z. 38 |
4,57 | ||
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7,5 cm Gr. 38 Hl/B |
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7,5 cm Gr.Patr. 38 Hl/C |
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7,5 cm Gr. 38 Hl/C |
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7,5 cm Pzgr.Patr. 39 |
Bd.Z. 5103*2) |
6,8 | ||
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7,5 cm Pzgr. 39 |
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7,5 cm Pzgr.Patr. 39 Al. |
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7,5 cm Pzgr. 39 Al. |
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7,5 cm Pzgr.Patr. 40 |
ohne Zünder |
4,1 | ||
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7,5 cm Pzgr. 40 |
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7,5 cm Pzgr.Patr. 40 (W) |
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7,5 cm Pzgr. 40 (W) |
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2. Zum Bekämpfen von Kampfwagen (Kampfentfernung bis 1500 m) dienen die 7,5 cm Pzgr.Patr. 39 Kw.K. 40 und Pak 40, sowie die 7,5 cm Pzgr. Patr. 40 und 7,5 cm Pzgr. Patr. 40 (W) Kw.K. 40 und Pak 40. Die beiden letzten Patronen sind ballistisch gleich. Bei der 7,5 cm Pzgr.Patr. 40 (W) ist jedoch zu be-achten, daß gute Durchschlagsleis-tungen nur auf Zielentfernungen bis zu 1000 m zu erwarten sind. |
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3. Die 7,5 cm Gr. 38 Hl/B bzw. Hl/C sind als panzerbrechende Geschosse entwickelt und daher von allem zum Bekämpfen von Kampfwagen bestimmt; sie sollen hierzu aber nur dann herangezogen werden, wenn keine Panzergranatpatronen 39 vorhanden sind. |
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Die wahrscheinlichen Trefferprozente sind aus den »Ballistischen Angaben«, Seite 45, zu ersehen. |
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Bei Geschützen, bei denen für Hl Gr. keine Meterteilung vorgesehen ist, gilt es für das Verfeuern der 7,5 cm Gr. 38 Hl/B und Hl/C als Anhalt folgende Schießregel: |
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Entfernungteilung der 7,5 cm Gr. 34 verwenden, jedoch die Hälfte der Zielentfernung zu-schlagen ! |
| Beispiel: |
| Zielentfernung sei 600 m. |
| Das Ziel ist in diesem Falle anzuvisieren mit Entfernungsteilung |
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600 + 600 = 900 m |
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In Ausnahmefällen können 7,5 cm Gr. 38 Hl/B und Hl/C auch gegen lebende Ziele ver-schossen werden, und zwar auch auf weitere Entfernungen. Dies soll nur in dringenden Notfällen geschehen, wenn keine Sprenggranaten vorhanden sind. |
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Die Geschosse sind feldgrau angestrichen. Am Kopf ist an zwei gegenüberliegenden Stel-len das Kennzeichen Hl/B bzw. Hl/C in schwarzer Farbe aufschabloniert. Am Geschoßbo-den ist eine Lichtspurhülse eingeschraubt. |
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In Notfällen können zum Bekämpfen von Kampfwagen auch die 7,5 cm Sprgr. Patr. 34 Kw.K. 40 und Pak 40 mit A.Z. in Stellung o.V. verwendet werden. |
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4. Die Nebelwolke, die sich beim Aufschlag der K.Gr.rot Nb. bildet, hat einen Durchmes-ser von 15 bis 20 m. Sie bleibt bis zu 30 Sekunden wirksam und wandert mit dem Winde ab. |
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Näheres über die Abhängigkeit der Nebelwirkung vom Wetter ist aus der H.Dv. 211/1: »Die Nebelmittel und ihre Handhabung, Heft 1, Grundsätze für Nebelverwendung« zu er-sehen. |
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5. Splitterwirkung der 7,5 cm Gr. 34: |
| Zünder |
Zünder- stellung |
Aufschlagwinkel bzw. Sprenghöhe |
Splitterwirkung nach | |
| jeder Seite | vorwärts | |||
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kl.A.Z. 23 ung. kl.A.Z. 23 Nb (Pr) |
o.V. |
Aufschlagwinkel bis etwa 450– |
15 m | 7 m |
| desgl. |
Aufschlagwinkel über 450– |
18 m | 10 m | |
| desgl. |
m.V. (Abpraller) |
Sprenghöhe bis 10 m aufwärts |
10 m | 8 m |
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6. Bei Übungsschießen darf bei Nahverteidigungsaufgaben die kürzeste Schußentfernung mit Rücksicht auf die Splitterreichweite |
| bei scharfen Geschossen nicht
kleiner als 400 m und bei Üb.-Geschossen nicht kleiner als 300 m |
| sein. |
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7. Der kl.A.Z. 23 umg ist ein empfindlicher Fertigaufschlagzünder. Er kann mit und ohne Verzögerung verfeuert werden; die Verzögerung beträgt etwa 0,15 Sek. Die Verzögerung wird mit dem »Stellschlüssel für A.Z. 23« eingestellt. Für den Transport ist der Zünder auf »ohne Verzögerung« (»o.V.«) eingestellt. Zum Umstellen auf »m.V.« ist der Stellbolzen mit dem Stellschlüssel um 90° zu drehen, so daß die Einstellnut des Stellbolzens in Rich-tung der Buchstaben »M« und »V« liegt. Bei nichtverfeuerten Geschossen sind die Zünder auf »o.V.« zurückzustellen. Die Einstellung des Stellbolzens zeigt auf »0«. |
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Bei Zünderstellung auf Verzögerung entstehen auf ebenem, hartem Gelände bei Auf-schlagwinkeln unter 360¯ Abpraller. |
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Bei Verwendung des Zünders ist besonders darauf zu achten, daß die Flugbahn vor der Mündung frei von allen Hindernissen, auch kleinen Zweigen, Blättern u. dgl., ist. Andern-falls können bei der großen Empfindlichkeit des Zünders, dessen Rohrsicherheit sofort nach dem Verlassen der Mündung aufgehoben wird und der sich von da ab in Scharfstel-lung befindet, Frühzerspringer auftreten, die die Bedienung gefährden. |
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8. Der kl.A.Z. 23 Nb., der kl.A.Z. 23 Nb. (Pr) und der kl.A.Z. 40 Nb. (Pr) sind empfind-liche Fertigaufschlagzünder. Sie haben keine Verzögerung. Die Zünder befinden sich so-fort nach dem Verlassen des Rohres in Scharfstellung. Die Flugbahn vor der Rohrmündung muß deshalb frei von allen Hindernissen sein; beachte Ziffer 7, letzter Absatz. |
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9. Die A.Z. 38 und A.Z. 38 St. sind empfindliche Fertigaufschlagzünder. Sie haben keine Verzögerung. Bei Aufschlagwinkeln unter 270¯ muß auf ebenem Gelände mit dem Auftre-ten von Blindgängern bzw. Abprallern gerechnet werden. Die Zünder können im zweiten Aufschlag scharf werden. |
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Die Flugbahn vor der Rohrmündung muß frei von allen Hindernissen sein; beachte Ziffer 7, letzten Absatz. |
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Zum Bekämpfen von Zielen hinter Gebüsch usw. ist der aus Aluminium gefertigte A.Z. 38 mit einer Aufsteckkappe zu versehen. Dadurch wird die Empfindlichkeit so weit herabge-setzt und erreicht, daß der Zünder nicht schon im Gebüsch gezündet wird und mithin die Granate gegen das Ziel zur Wirkung gelangt. Die Kappe wird über den Zünder gestülpt und durch einen leichten Hammerschlag so weit aufgetrieben bis der untere Kappenrand auf dem Geschoßkopf aufsitzt. Es ist darauf zu achten, daß die Kappe fest auf dem Zün-der sitzt, damit sie beim Ansetzen der Granate nicht abfällt. |
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10. Der Bd.Z. (5103*) der 3,7 cm Pzgr. ist ein Fertigaufschlagzünder. Er hat eine ein-gebaute Verzögerung von 0,002 Sek. Dadurch wird erreicht, daß das Geschoß erst nach dem Durchschlagen von Panzerungen usw. detoniert. |
| Die gleichen Angaben gelten auch für den Bd.Z. 5103/1. |