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Anhang 2 |
Angaben |
| für das Schießen mit der |
Feldhaubitzgranate 38 Nebel FES |
| Allgemeine Angaben |
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1. Die F.H.Gr. 38 Nb FES ist feldgrau angestrichen. Am zylindrischen Teil des Geschos-ses, oberhalb des Führungsbandes, ist an zwei gegenüberliegenden Stellen die Bezeich-nung 38 Nb in weißer Farbe aufschabloniert. Dieselbe Bezeichnung befindet sich auch am Boden des Geschosses. |
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Für Nebelschießen sind A.Z. m.V. (Abpraller) zu verwenden. Ist das Gelände für Abpraller-verschießen ungeeignet, so sind A.Z. o.V. zu verfeuern. |
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2. Die Angaben dieses Anhangs gelten für die F.H.Gr. 38 Nb, soweit sie unter den in nachstehenden Übersichten aufgeführten Angaben verfeuert wird. |
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Geschoßart |
Zünderart |
Mitt- |
Anfangs- |
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| kleine | große | |||||
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kg |
Ladung |
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F.H.Gr. 38 Nb FES |
kl.A.Z. 23 |
14,71 |
195 |
335 |
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Bei Gewichtsklasse |
I | II | III | IV | V | |||||
| F.H.Gr. 38 Nb FES |
Gewichtsklasse in kg |
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von |
13,99 |
über |
14,28 |
über |
14,37 |
über |
14,86 |
über |
15,15 | |
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bis |
14,28 |
bis |
14,37 |
bis |
14,86 |
bis |
15,15 |
bis |
15,44 | |
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sind als Stufenwert ... Stufen |
- 6 | - 3 | ± 0 | + 3 | + 6 | |||||
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Im übrigen gelten die Angaben der vorstehenden Schußtafel für die F.H.Gr. FES usw. – Teil I bis III – sinngemäß. |
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3. Die Nebelwolke, die sich beim Geschoßaufschlag bildet, hat einen Durchmesser von 30 bis 40 m. Sie bleibt bis zu 40 Sekunden wirksam und wandert mit der Windrichtung ab. |
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Näheres über die Abhängigkeit der Nebelwirkung vom Wetter bzw. vom Gelände usw. ist aus der H.Dv. 211/1: Die Nebelmittel und ihre Handhabung, Heft 1, Grundsätze für Ne-belverwendung zu ersehen. |
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4. Der kl.A.Z. 23 ist ein empfindlicher Fertigaufschlagzünder. Er kann mit und ohne Ver-zögerung verfeuert werden; die Verzögerung beträgt 0,15 Sek. Die Verzögerung wird mit dem »Stellschlüssel für A.Z. 23« eingestellt. Für den Transport ist der Zünder auf »ohne Verzögerung« (»o.V.«) eingestellt. Zum Einstellen auf »m.V.« ist der Stellbolzen mit dem Stellschlüssel um 90° zu drehen, so daß die Einstellnut des Stellbolzens in Richtung der Buchstaben »M« und »V« liegt. Bei nichtverfeuerten Geschossen ist der Zünder auf »o.V.« (Transportstellung !) zurückzustellen. Die Einstellnut des Stellbolzens zeigt auf »0«. |
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Bei Zünderstellung auf Verzögerung entstehen auf ebenem, hartem Gelände bei Auf-schlagwinkeln unter 360¯ Abpraller (Abprallerschießen !). |
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Der kl.A.Z. 23 Nb, der kl.A.Z. 23 Nb (Pr) und der kl.A.Z. 40 Nb (Pr) sind schußfertig. Sie haben keine Verzögerung und können deshalb nur als empfindliche Aufschlagzünder verfeuert werden. |
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Bei Verwendung der vorstehenden Zünder ist besonders darauf zu achten, daß die Flug-bahn vor der Rohrmündung frei von allen Hindernissen, auch kleinen Zweigen, Gestrüpp usw., ist. Andernfalls können bei der großen Empfindlichkeit der Zünder, deren Rohrsi-cherheit sofort nach Verlassen des Rohres aufgehoben wird, und die sich von diesem Zeitpunkt ab in Scharfstellung befinden, Frühzerspringer auftre-ten, die die Bedienung gefährden. |
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5. Behandlung hingefallener Geschosse |
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Geschosse mit kl.A.Z. 23, kl.A.Z. 23 Nb, kl.A.Z. 23 Nb (Pr) oder kl.A.Z. 40 Nb (Pr), bei denen der obere Abschluß der Zünder so beschädigt ist, daß der Stößel heruntergedrückt oder herausgefallen ist, dürfen nicht verfeuert werden. Sind hingefallene Geschosse und Zünder nicht beschädigt, so dürfen sie verfeuert werden. |
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Zum Auf- und Abschrauben des Zünders dient der »Zünderschlüssel für kl. A.Z. 23«. |
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6. Die Grundlagen der Tafeln sind berechnet für ein Luftgewicht in der Mündungswaage-rechten und 1,22 kg/cbm, für Windstille und für eine Pulvertemperatur von + 10° Celsius. |